Grundsätzliches  ( Basic Infos )

Die Daten sind jetzt überall verstreut bei den sog. Leistungserbringern gespeichert, dh. in den Arztpraxen, Krankenhäusern etc.

Ein gewaltiger Fortschritt fürs gesamte Gesundheitswesen wäre es, wenn der nächste Behandler / Arzt auf diese Daten zugreifen könnte

Grundsätzlich gibt es dafür nur 3 Lösungsmöglichkeiten:

1.)  Die Netz- oder Fallaktenlösung mit der virtuellen oder verstreuten Patientenakte.

Alle Daten bleiben wo sie sind, -  das klingt optimal aber:

In einem riesigen zentralen Registerverzeichnis müssen für alle Patienten ( 80 Mio.!) alle Leistungserbringer erfasst werden, die Daten ggf. für den betreffenden Patienten gespeichert haben, und ferner alle Links bzw. näheren Verweise zu den dort gespeicherten Datenobjekten.
Erst dann kann der nächste Behandler sich die Daten sternförmig übers Netz dort abrufen und einsammeln, vorausgesetzt die betreffenden Praxisserver sind überhaupt in Betrieb.
Und jede neue Befundeingabe irgendwo bei einem Leistungserbringer muss als neues Datenobjekt dem zentralen Dokumenten-Register gemeldet werden.
Der administrative Aufwand ist also enorm, die Machbarkeit aber wohl gegeben.

In Österreich arbeitet man an dieser Lösung zur bundesweiten Einführung.
Das Projekt heißt  ELGA ( elektronische Gesundheitsakte).

Auch die Niederlande arbeiten an einer derartigen virtuellen Netzlösung, als wären alle Patientendaten irgendwo zentral gespeichert, - ohne eine eGK-Karte. So kann jeder Arzt wie über eine Suchmaschine sich die Daten zusammenstellen lassen, - eine Art "Google for healthcare".

Bei uns arbeiten mehrere Kliniken und -konzerne auch bereits mit einer sog. elektronischen Fallakte ( eFA ) , die sich aber lediglich auf einen einzelnen Behandlungsfall von der initialen Diagnose bis zum Abschluß bezieht.
Man hat jetzt den eFA-Verein gegründet, um bundesweit eine Kommunikationsplattform zu etablieren, und möchte auch den ambulanten Sektor und insbesondere die zum Teil schon existierenden Ärztenetze integrieren.

2.)  Die  eGK - Lösung des Bundes,  die Planung der Gematik

Alle Daten sollen auf zentralen Servern gespeichert werden, die als Service Provider oder Fachdienste zur Verfügung stehen, nicht nur für die  ePA  ( elektronische Patientenakte ) sondern auch für diverse andere Anwendungen wie das e-Rezept, AMTS ( Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung ) usw. usw., eine Konzeption für die Zukunft.

Die Primärsysteme der Praxen, Krankenhäuser, Apotheken, Kostenträger etc. sind alle über Konnektoren, übers Internet ( VPN-Gateways) und Broker Services mit den betreffenden Fachdiensten verbunden.

Jeder Datentransfer löst sich auf in eine Kette von Einzelmaßnahmen wie z.B. die Daten strukturieren, Schlüssel erstellen, das Objekt verschlüsseln, die Berechtigten bestimmen, die Nachricht signieren und an den Fachdienst senden, der Fachdienst authentifiziert den Akteur und autorisiert die Anfrage usw. usw., z.B. ganze 34 Einzelaktionen bis ein Datenobjekt schließlich vom Arzt im Fachdienst-Server gespeichert ist.

Das Projekt droht daher später zu scheitern an der schlechten Performance, die zu erwarten ist. Eine Schätzung für eine ganz simple  Operation  VSDM Update ( Versichertenstammdatenmanagement) liegt schon bei  24,5 sec.

Diese geplante  eGK der Gematik ist sicherlich überfrachtet von den vielen Forderungen der Anwendergruppen und -verbände und den Forderungen der Datenschützer, sodass die Sicherheit gegenüber Hackern, Angriffen von außen etc. gewiß absolut gewährleistet ist.

Das System wird wahrscheinlich irgendwann und auch irgendwie mit Abstrichen einmal fertig werden.

3.)  Die  USB - Lösung.

Der Patient ist der Datenträger sogar im wörtlichen Sinne, denn er bringt die Daten zur nächsten Behandlung selbst mit.

Und die neuen Daten nach der Behandlung und Abspeicherung  im Primärsystem werden per einfachstem Tastendruck auf den USB-Speicher des Patienten abgespeichert und mitgegeben.

Einfacher ist eine fortlaufende Archivierung nicht denkbar.

Die Lösungen 1 und 2 verlangen Unmengen an neuen Anforderungen wegen der vielen zu berücksichtigenden Spezifikationen, dh. völlig neue Primärsysteme bzw. Programme dafür. Und was jetzt auf den Servern der Praxissysteme gespeichert ist, ist dann unbrauchbar, da es nicht  HL7-konform, nicht gemäß CDA-Vorschrift, nicht XDS ist, nicht den IHE-Vorgaben entspricht usw. usw.

Bei der USB-Lösung kann sofort mit dem weitergearbeitet werden, was vorhanden ist. Eine Umwandlung in XML z.B. oder eine andere xy-konforme Art macht die Daten kein bißchen reichhaltiger an Informationen, allenfalls auswertbarer für Statistiker, was aber kein Gewinn wäre für die Ärzte. Das was an Daten schon existiert so weitergeben, das reicht völlig und ist die einfachste Vorgehensweise.

Weitere Infos zur PatientenArchivAkte auf USB-Basis

Das Besondere daran ist, dass die medizinischen Daten des Patienten aus den EDV-Systemen der Praxen auf einer USB-Karte archiviert werden, was für den Arzt wirklich nur ein Tastendruck ist.

Der nächste Arzt sieht bei Einstecken dieser Karte, - was bei jedem PC mit einem USB-Port möglich ist -, alle für ihn wichtigen Daten in einem Gesamtbild mit 6 Unterfenstern (  Personalien mit Notfalldaten etc. / Cave-Infos / Diagnosen / Medikamente / Karteiblatt / Labor ) und ist sofort informiert. Die Akte speichert im Rahmen der Karteitexte natürlich auch Bilder und Dokumente wie Arztbriefe etc.

Nach der Behandlung und Eingabe neuer Daten ins Praxissystem wird die USB-Karte nochmals gesteckt und werden die neuen Daten auf der Karte ergänzt. Der Ablauf in der Praxis ist also denkbar einfach.

Dazu wurde nach Untersuchung fast aller Schnittstellenarten speziell das völlig neuartige PDT-Verfahren ( PatientenDatenTransfer ) als Ersatz für das untaugliche BDT-Verfahren entwickelt.

Es sei angemerkt, dass das Praxis-EDV-System dazu in absolut  gar keiner Weise modifiziert werden muß, der Hersteller  also keine einzige  Programmzeile deswegen ändern oder einbringen muß. Das Programm auf der USB-Karte holt sich die benötigten Daten aus der Datenbank der Praxis-EDV selbst.
Die Hersteller der Praxis-EDV könnten uns diese Daten natürlich auch liefern, zweckmäßigerweise natürlich nach unserem PDT-Verfahren. Das wäre dann noch einfacher.

Das muß aber wie gesagt nicht sein, wir können die Datenbank auch selbst auswerten. Das ist keine ungewöhnliche Aufgabe. Beispiele für solche Systeme, die Datenbanken auswerten, gibt es genug, man bezeichnet sie auch als Business Intelligence ( BI-) - Systeme.

Der Patient hat im übrigen ein Recht auf die Daten. Kein Arzt wird sich daher dagegen verweigern, zumal er die Möglichkeiten hat, bestimmte Karteidaten so zu kennzeichnen, daß sie nicht mit auf die USB-Karte übertragen werden.

Auch die Praxis-EDV-Hersteller können sich dem nicht verweigern, da die Daten das "Gut" des Patienten bzw. des Arztes sind.

Die Entwicklung derartiger Patientenakten ist jetzt nicht mehr aufzuhalten.

Die eigene Gesundheit selbst in die Hand nehmen, das ist die Zukunft.
Und mit der USB-Karte erfolgt das sprichwörtlich.

Und das bedeutet sogar eine Kostensenkung für´s Gesundheitswesen!
Wo und wann hat es das schon einmal gegeben?

Die Markteinführung stellen wir uns wie folgt vor.

Die Patienten werden ihren Hausarzt nach Lesen eines gut gemachten Flyers darum bitten.

Die Ärzte werden daraufhin ihre Praxis-EDV-Hersteller bedrängen, weil es der Patient haben will und er als Arzt auch selbst seine Vorteile darin für sich sieht und auch von den Vorteilen dieser Karte für die Patienten überzeugt sein wird.

Und der Arzt wird seinen Kollegen das empfehlen, an die er überweist, ihrerseits wieder ihre Praxis-EDV-Hersteller zu bedrängen.
Wichtig dabei ist:  Diese Kollegen können die Karte sofort lesen, ohne daß sie schon bereits selbst ein System haben, das die Daten auf der Karte archivieren kann.

Das sind alles Kräfte, die sich selbst entwickeln und verstärken können.
Eine erste kleine aber echte Evolution im Gesundheitswesen, die sogar die Kosten senkt.